Sebastian23 am FWG – am Freitag, dem 13.

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Sebastian  23, eigentlich Sebastian Rabsahl, ist studierter Philiosoph und eroberte ab dem – ach! - 23. Lebensjahr die deutschsprachigen Poetry-Slam-Bühnen. Als ersten Preis gewann er 2006 den Bochumer Kleinkunstpreis, 2007 dann die Poetry-Slam-Meisterschaften. 2008 wurde er Vizeweltmeister der Slam-Weltmeisterschaften in Paris und holte sich 2010 den Prix Pantheon Jurypreis Frühreif & Verdorben.

Rabsahl war auf Comedy- und Kabarett-Bühnen, in Mixed-Shows und in Fernsehsendungen wie TV-total oder dem WDR Poetry Slam zu sehen und trat nun am Freitag in der Aula des FWG vor Schülerinnen und Schülern der 8. bis 10. Klassen des FWG und der KAS auf.

Deutschlehrer Stephan Pickartz freute sich besonders, denn er ist der Poetry-Slam-Spezialist am FWG:“Jedes Jahr in der Projektwoche biete ich den Poetry –Slam an, daher ist es für die Schülerinnen und Schüler etwas ganz Besonderes, ihr Idol live erleben zu dürfen!“. Gerne begleitete er seinen Deutschkurs zu der Veranstaltung, und auch die Mittelstufenkoordinatorin Birgit Hallerbach hat ihr Arbeitspensum umorganisiert, um den Sprachkünstler sehen  zu können: “Diese vergnüglichen 60 Minuten wollte ich mir nicht entgehen lassen!“

Zum Einstieg präsentierte Sebastian einen sehr komischen Text über einen „Vogelpavian“, um alsbald zu einem interessanten Vokalgedicht überzuleiten, dessen Protagonist, das „i“, ihm nach „etwa zweiwöchiger Recherche“ als bester Vokal für ein ebensolches Gedicht erschien: „Iris misst ihr Bier – wie viel? – vierzig Inch!“. Dabei erschien ihm das „i“  sozusagen als „schlanker Bruder des „o“, welches ja die Hauptrolle spielt in Ernst Jandls fantastischem Gedicht „ottos mops“.

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Zwischen den gekonnt und witzig vorgetragenen Texten erklärte der Künstler dann, was Poetry-Slam überhaupt sei und wie die Regeln eines Wettkampfes aussähen; außerdem erfuhren die Schülerinnen und Schüler etwas über die Geschichte des Poetry-Slam, der etwa Mitte der 1980er Jahre aufkam und ab 1994 auch in Deutschland heimisch wurde. Immer wieder gab es auch Gelegenheiten dem Slammer Fragen zu stellen: Wie lange man brauche, solche umfangreichen Texte auswendig zu lernen, erkundigte sich Saquib aus der 9b („wenn man eigene Texte schreibt, lernt man sie ganz schnell, weil man sich so viel damit beschäftigt“), und Willi aus der 9d wollte wissen, was Sebastian mit seinen Texten eigentlich erreichen wolle.

Der Text „Trojanische Worte“ prangerte die Schönfärberei der alltäglichen kleinen Lüge in den  kreativen Euphemismen unserer eigenen, aber auch der Zeitungs- und Nachrichtensprache an, die zum Beispiel den Arbeitslosen einen „Arbeitssuchenden“ nennt oder aus der dreistesten Werbung eine „Information für Kunden“ macht.

Nach einem kleinen Ausflug ins Ruhrgebiet, dessen durchaus stolzer Sohn Sebastian ist, und seinen sprachlichen Eigenheiten („hömma, kumma, ne – wattis datten da?“) und einer kleinen Türkischlektion kritisierte Sebastian23 am Ende seinen eigenen, im Jahre 2007 erschienenen und mittlerweile in zahlreichen Deutschbüchern abgedruckten Text „online sein“ mit der Reflexion „angeleint sein“ und beendete nach ca. 60 Minuten unter großem Beifall sein Programm. Frau Hallerbach und Herr Cremer, Mittelstufenkoordinator an der KAS, bedankten sich.

Wir hätten gerne noch weiter gelacht. (ISS)

 

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