»Ausgebildete Nichtwisser lernen mehr als eingebildete Alleswisser«

UniBesuch 2 18 

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Gruppiert zusammensitzen, über die Tugend diskutieren, Fakten anzweifeln, Generationen vereinen… Solch eine Beschreibung trifft auf die Art und Weise zu, wie Sokrates seine Ideen an die Athener Öffentlichkeit brachte und andere Menschen zum Nachdenken anregte. Ob etwas Derartiges heutzutage in einer modernen, scheinbar allwissenden, aufgeklärten Welt möglich ist?

Na klar, man gehe in den Seminarraum 4.011 des Hauptgebäudes der Universität zu Köln, verständige sich mit Prof. Helmig, dem Inhaber des Lehrstuhls für Antike und Spätantike Philosophie, setze sich an den Tisch und spitze die Ohren. Dieses Rezept haben auch wir als Altgriechischkurse der EF und Q1 befolgt und durften feststellen, dass ein solcher Austausch zwischen Professor, Doktoranden, Philosophiestudierenden und Schülern, unabhängig von Alter und Errungenschaften, durchaus sinnvoll ist. Dank der gastfreundlichen Atmosphäre und der zu Hinterfragungen bereiten Autoritätspersonen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ansichten zu den Inhalten der Platonischen Lehre offen äußern und das Thema von verschiedenen Seiten angehen. Einige Anwesende haben außerdem Präsentationen über die vielseitige Problematik vorbereitet, um der Diskussion einen strukturierenden Leitfaden zu geben.

Da sieht man einmal, wie weit man mit der Sokratischen Einstellung – »sich bewusst zu sein und damit zu wissen, was man nicht weiß« kommt: Ausgebildete Nichtwisser lernen mehr als eingebildete Alleswisser.

Tanja Bekritsky, Q1

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