Ein historischer Tag!

 

Am 18. April 2018 wurden die ersten beiden Stolpersteine im Gedenken an zwei ehemalige Schüler des FWG verlegt. Dieses Ereignis ist deshalb so bedeutend, weil mit den Stolpersteinen die Erinnerungskultur an unserer Schule eine ganz neue Qualität erlangt.

Anders als bei anderen Denkmälern oder Gedenktafeln, die natürlich auch ihren Sinn haben, begegnet man den Stolpersteinen im täglichen Leben, oft unerwartet. Sie sind da, wo die Menschen jeden Tag hergehen, und damit meistens mitten unter uns. Die Stolpersteine sind da, wo die Menschen heute leben und wo die Opfer, an die gedacht werden soll, einst gelebt und gewirkt haben. Auf diese Weise sind die Opfer wieder mitten unter uns.
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DSC 5304 Kopie  DSC 5344 Kopie  Für diesen wichtigen Schritt in der Erinnerungs-kultur unserer Schule haben wir dem Künstler Gunter Demnig zu danken. Er hat vor über 15 Jahren das Stolperstein-Projekt in Köln begonnen, und als wachsendes Kunstwerk nimmt es bis heute eine unglaubliche Entwicklung: In über 1000 Städten in Deutschland, aber auch im benachbarten Ausland sind bislang etwa 60 000 Stolpersteine verlegt wor-den.

Damit handelt es sich um das größte dezentrale Denkmal weltweit.

Bei den Stolpersteinen geht es um Erinnerung. Die Menschen, deren Familien unter der Naziherrschaft oft aus-einandergerissen und zu Nummern degradiert wurden, werden so an ihrem letzten frei gewählten Wohnsitz oder ihrer Wirkungsstätte wieder zusammengeführt und bekommen ihre Namen zurück.

Erinnerung hat aber auch eine Zukunftsdimension. Erinnerung soll uns wachsam halten, dass Ähnliches nie wieder passieren kann. Das Projekt „Stolpersteine am FWG“ wurde von Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 im Rahmen einer AG erarbeitet und durch eine gründliche Recherche in kleinen Gruppen vorbereitet.

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Wir hoffen, dass wir in den kommenden Jahren weitere Stolpersteine in unserer Schule verlegen können.

Leider konnten die Angehörigen der beiden Opfer am Tag der Verlegung nicht anwesend sein.

Der Sohn von Wilhelm Kweksilber, Erik Kweksilber, lebt als Buchhändler in den Niederlanden. Sein fortgeschrittenes Alter hat ihn an einer Fahrt nach Köln gehindert. Dennoch hat er es sich nicht nehmen lassen, uns bereitwillig Fotos und andere persönlichen Gegenstände seines Vaters als Leihgabe zur Verfügung zu stellen, wofür wir ihm auch an dieser Stelle sehr herzlich danken möchten.

Die Nachkommen von Helmut Friedmann - er hat fünf Kinder hinterlassen - leben in Großbritannien und konnten daher leider ebenfalls nicht bei der Verlegung der Stolpersteine zugegen sein. Mit ihnen stehen wir in Kontakt und hoffen, dass sie in naher Zukunft unsere Schule besuchen werden, um sich den Stolperstein ihres Vaters anzuschauen.

Wir danken dem Alumni-Verein des FWG für die Finanzierung der ersten beiden Stolpersteine.

 

(Stb, Gap, Fotos: ISS)

 

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 Zum Artikel des Kölner Wochenspiegels geht es hier:

https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/koelner-wochenspiegel/innenstadt/erinnerung-an-ehemalige-schueler-stolpersteine-am-friedrich-wilhelm-gymnasium-30096358

 

 

     

 

 

 

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