01bild bioBiologie

Unterrichtsangebote:

 

Sekundarstufe I

Das Unterrichtsfach Biologie wird am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in der Erprobungsstufe durchgehend zweistündig angeboten. In der Mittelstufe wird Biologie in der Klasse 7 ein Halbjahr lang unterrichtet. In der Klasse 9 ist Biologie dann wieder zweistündig vertreten. Biologie ist auch Teil des Wahlpflichtbereichs der Mittelstufe in Informatik und Naturwissenschaften.

Sekundarstufe II:

In der Oberstufe wird Biologie als Grund- oder Leistungskurs erteilt.

Die Kursfahrten der Biologie-Leistungskurse zu Beginn der Q2 haben immer einen fachlichen Bezug. Bereits sieben Mal wurden Kursfahrten nach Kroatien durchgeführt („Ökologie der mediterranen Region“) Der Leistungskurs Abitur 2017 fährt erstmalig zur Biologischen Station Helgoland. 

Zusätzlich wird Biologie anteilig im Vertiefungskurs Naturwissenschaften in EF und im Projektkurs Experimental Science in Q1 angeboten.

Bilinguales Angebot:

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium bietet in Biologie in den Klassenstufen 7 und 9 bilinguale Module im Unterricht an.

Im Rahmen des IB Diploma Program wird „IB Biology“ als Standard Level Kurs angeboten. Innerhalb dieses Rahmens kann auch ein „IB Biology Certificate“ erworben werden, ohne das IB Diploma Program zu wählen.

Profile und Profilkurse:

Die Fachgruppe bietet in Kooperation mit den Fachgruppen Mathematik, Chemie, Physik und Informatik in der Mittelstufe das Wahlpflichtbereich Informatik und Naturwissenschaften an.

Fachgruppenmitglieder (Stand 2015/16):  

Adams,  Bergheim, Brauch, Handschuh, Knillmann, Löckmann, Dr. Mantoniotis, , Knillmann, Oelke, Trottmann

Eingeführte Lehrwerke:

S I Seit dem Schuljahr 2010/2011 wird das Lehrwerk „BIOskop“ aus dem Westermann-Verlag verwendet sowie für die bilinguale Arbeit „Discover Biology“ von Cornelsen.
SII „Biologie Oberstufe“, hrsg. von Prof. Dr. Jürgen Markl, Klett-Verlag
  Die Entscheidung steht z.Zt. noch aus.
   
Projektkurs Castro/Huber; Marine Biology, sixth edition, 2007

Räumliche Ausstattung:

Der Fachbereich Biologie verfügt über zwei voll ausgestattete Fachräume sowie einen weiteren Fachraum, der gemeinsam mit dem Fachbereich Biologie insbesondere für physiologische und biochemische Unterrichtseinheiten genutzt wird. Die Räume sind jeweils als Labore konzipiert. Des Weiteren verfügt der Fachbereich Biologie über einen Sammlungsraum, in dem neben den üblichen Gerätschaften und Modellen auch eine museale systematische zoologische Sammlung enthalten ist.

Für Schülerexperimente im Rahmen von Wettbewerben und Facharbeiten steht ein gesonderter, voll ausgestatteter Schülerexperimentierraum zur Verfügung, für den die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer experimentellen und fachlichen Arbeiten für Wettbewerbe und Fach- bzw. Projektarbeiten Schließrecht erhalten.

Haus- und Facharbeiten:

Umfangreichere Hausarbeiten (2 – 7 Seiten) zu biologischen Themen können von Schülern der Sekundarstufe I angefertigt werden. In der Sekundarstufe II wird diese Übung, unter Berücksichtigung stärker wissenschaftspropädeutisch orientierter Fragestellungen und Methoden, im Rahmen der Facharbeiten aufgegriffen. Facharbeiten in Biologie können  im Rahmen des Projektkurses oder in einem Grund- bzw. Leistungskurs Biologie angefertigt werden. Es besteht die Möglichkeit, diese Arbeiten in englischer Sprache zu verfertigen sowie die experimentellen Anteile im eigens hierfür vorgesehenen .

Arbeitsgemeinschaften:

Arbeitsgemeinschaften werden regelmäßig zu unterschiedlichen Thematiken angeboten. Die bislang älteste AG ist die seit 2004/2005 bestehende BIO-AG. Hier wird der „Dschungel vor der Haustür“ bearbeitet, also Tiere und Pflanzen aus der näheren Umgebung mit Mikroskop, Lupe und Fanggerätschaften erkundet.

Im zweiten Halbjahr des Schuljahrs 2015/2016 stehen erneut Wildbienen und Erhalt der Artenvielfalt im Zentrum dieser Arbeit.

 

BIO-AG

Die BIO-AG besteht am Friedrich-Wilhelm Gymnasium seit dem Schuljahr 2004/2005. Im Prinzip hat sich bei unserem Programm seit Beginn der AG nicht viel geändert.

Eine lustige und immer noch repräsentative Schilderung unseres BIO-AG Alltags findet sich weiter unten. Sie wurde von Marti geschrieben, der mittlerweile vor vier Jahren sein Abitur gemacht hat.

In der BIO-AG beschäftigen wir uns mit der Erkundung des „Dschungels vor unserer Haustür“. Ausgerüstet sind wir dabei mit Lupen, Keschern und Pinzetten. Haupt-schwerpunkt unserer Arbeit ist es, all die vielen Tiere und Pflanzen kennenzulernen, die es auch in der Großstadt gibt. Das reicht von der Bestimmung von Laufkäfern und Schnecken bis hin zur Anfertigung von Herbarien und Vogelstimmenexkursio-nen. Die Schülerinnen und Schüler erlernen den Gebrauch von Lupen und Mikroskopen und werden sicher im Umgang mit Bestimmungsliteratur für Pflanzen und Tiere.

Regelmäßig züchten wir auch bsp. Marienkäfer und Schmetterlinge aus und nehmen uns praktische Arbeiten vor mit Schaufel, Spaten und Bohrmaschine.

Seit mittleweile zehn Jahren macht die BIO-AG mit beim GEO-Tag der Artenvielfalt.

Die BIO-AG ist grundsätzlich für alle Klassenstufen offen. Ort und Termine der Treffen werden im Foyer Eingangbereich ausgehängt.


 

Für Wildbienen Gemacht

Aktuelles Projekt der BIO-AG gemeinsam mit den 5.Klassen ist die Neugestaltung unseres Schulhofs mit der Anpflanzung von für Wildbienen wichtigen einheimischen Wildpflanzen und dem Bau von Nisthilfen für Wildbienen.

Für die Pflanzen werden Namensschilder gebastelt, um einen kleinen botanischen Lehrpfad zu installieren

Kokons der Roten Mauerbien werden den Schülerinnen und Schülern mit nach Hause gegeben, um den Schlüpf-vorgang dieser wunderschönen und faszinierenden Tiere beobachten zu können und ggf. zu dokumentieren. Die geschlüpften Tiere werden dann auf dem Schulgelände freigelassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Arbeit mit Netz und Pike

Seltsam war es schon, solche Veränderungen in so kurzer Zeit mit anzusehen.

Wo früher „Unkraut“ und Dreck herrschte, regiert nun die Ordung und die Schönheit.

Diesen Gedanken hatten wohl viele , die in den letzten Wochen in den Pausen ihre Blicke zum Biotop richteten. Denn das erste , was man früher sah ,wenn man zum Biotop blickte, war ein Gewirr aus Brombeeren und anderem „Unkraut“. Nun sah man säuberlich angelegte Pflanzenbeete und Bienennisthilfen. Wer hat das wohl alles in so kurzer Zeit geschafft? Natürlich die BIO-AG.

Die hat sich zum Ziel gesetzt, das Biotop wieder aufzurichten und seltenen Insektenarten auf dem Schulhof ein neues Zuhause zu bieten.

Allerdings ist diese Bio-AG nicht neu, vor einem Jahr gab es schon mal etwas Vergleichbares. Damals baute die AG ,wie jetzt Blumenbeete auf und füllte das Biotop mit Wasser. Aber was mit Mühe und Schweiß aufgebaut wurde, wurde von der Natur (Brombeeren) und von Schülern zerstört:

In den Beeten war kaum noch Leben, die Pflöcke, mit denen die Beete umgrenzt waren, lagen achtlos herum, die Wege zum Biotop verkleinerten sich enorm unter dem Druck der heranwachsenden Brombeeren und das Wasser im Biotop erreichte eine so schlechte Wasserqualität, dass noch nicht einmal die hartgesottensten Lebewesen darin überleben konnten. (Es gab sogar das Gerücht, dass eine tote Taube ins Biotop fiel, das Skelett wurde allerdings nie gefunden.) Kurzum: Es herrschte das Chaos.

Aber das ließ die Bio-AG nicht auf sich sitzen und so planten wir eine neue Bio-AG. Vor vier Monaten sollten sich dann alle zu einem Treffen einfinden, die Lust hatten, mitzumachen. Es wurden eine ganze Menge Pläne geschmie-det. Und ehrlich gesagt, ich glaube, dass keiner von uns so recht glaubte, dass wir alles schaffen würden, was da aufgezählt wurde: Bienennisthilfen aufbauen, Feuchtbiotop anlegen, Futterpflanzen für die Bienen ....Das klappt doch niemals!

Aber wir sollten uns irren.

Beim ersten Treffen (es war ein sonniger Donnerstag) wurden wir alle vom "Biofieber" gepackt. Ich sah keinen, der an diesem Tag ohne ein Lächeln fortging. Zuerst besprachen wir unser Tagesziel.

Und dann ging es los. Manche schafften Erde und Blumensamen bzw. Blumenzwiebeln herbei. Andere gruben mit Piken Gräben für die Pfähle (wie schon erwähnt: Die Pfähle braucht man als Grenze für ein Beet) Wieder andere gingen mit Heckenscheren den Brombeeren zu Leibe. Es war eine tolle Atmosphäre. Kaum hatte man seine Arbeit erledigt, hatte Herr Handschuh schon wieder eine neue, z.B. Steine und Laub aus dem Biotop holen. Es machte einfach fun. Als nach zweieinhalb Stunden verkündet wurde, dass die Zeit vorbei sei, waren alle entsetzt (hää wir sind doch erst eine Minute hier)

Doch was wir an diesem Tag schafften, war schon großartig: Das Feuchtbiotop war neu angelegt, etliche Brombeeren sahen nun ihre Artgenossen von unten wachsen und wir hatten zwei Beete mit etlichen Samen und Zwiebeln drinnen geschafft, ein "Schneckenbeet". Ich nehme an, dass sich ALLE auf das nächste Mal freuten. Doch bis dahin gab es ein anderes Problem. Schließlich war das Biotop letztes Mal auch von Schülern zerstört worden. Und so gründeten wir einen Bund innerhalb eines Bundes: Die Biotop-Wächter. Lange nicht alle BIO-AGler kamen jede Pause zum Biotop um dies zu bewachen, aber diese Handvoll Wächter genügten vorerst, um das Gebaute zu bewahren.

So ging es weiter bis zum nächsten Treffen. Mit dem gleichen Elan wie letztes Mal, wurde gearbeitet. Ein neues Beet und die "hängenden Gärten" wurden angelegt, das Biotop bekam frisches Wasser und dank der Brombeerenvernichter wurde fast der gesamte große Osthügel passierbar.

An dieser Stelle ein großes Lob an Max. Denn er und sein Assisent wagten sich mit Schere und Schaufel in das "Herz der Brombeeren" und bezwangen die größte aller Brombeeren: Den Big Boss. Danach unternahmen die beiden noch einen Triumphzug mit der monströsen Wurzel des Big Boss um das Biotop. Negativ war es, dass dank einer Wasserschlacht mit dem Schlauch, fast niemand mehr ganz trocken hinter den Ohren war. Aber es war ja warm genug.

Und dann gab es wieder einen Glücksfall. Die AG stieß unter der Erde auf eine reiche Lehmader und Herr Handschuh schwor, dass das noch sehr nützlich sein würde und alle strahlten wie eine Supernova.

Bei unserem nächsten Termin wurde ein weiteres Beet fertiggestellt, und da ich zwei Blumenkästen mitgebracht hatte, wurde fleißig an Bienen-Nisthilfen gearbeitet. Dazu mussten wir ein ganzes Loch ausheben um an den nötigen Lehm zu kommen. Dieser wurde dann in die Kästen gedrückt und mit Wasser vermischt.

In der Zeit arbeiteten andere an der erneuten Wasserfüllung des Teichs und wiederum andere bohrten Löcher in Holunderzweige und hingen diese auf, um Bienen einen weiteren Nistplatz zu ermöglichen. Aber anscheinend verstanden die Bienen nicht ganz, was unsere 5-Sterne Hotels für einen Sinn hatten. Stattdessen zogen die Bienen in das große Lehmloch, was wir zum Bau der Nisthilfen ausgegraben hatten. Ironisch, nicht wahr?

Aber wir waren nicht traurig, sondern eher froh, dass die Bienen einen Wohnplatz hatten. Doch einige Tage später ereignete sich eine Kastastrophe. Es regnete in Strömen. Die gebauten Nisthilfen waren gegen Regen geschützt, aber das Loch natürlich nicht. Als wir in der Pause zum Biotop rannten, war es zu spät: das Wasser im Biotop war wieder weg und das Bienenloch war voll damit. Und nur wegen des Einsatzes von Max konnten die Bienen weiter brüten. Er fand einen Besen, tauchte diesen in das Loch und schüttete ihn wieder über dem Teich aus. So konnten die Bienen ihre Nester vollenden und verschwanden dann wieder.

Die nächsten Treffen wurden sehr problematisch, da sich die AG-Termine wegen Abitur und anderen Schulterminen dauernd änderten und oft nicht alle kamen. Nun wurde nur noch wenig Gartenarbeit getan. Jetzt ging es mehr um das Insektenfangen. In den nächsten Treffen fingen wir mit Flugkeschern, Exhaustoren, und Streifkeschern und Klopfschirmen Insekten und zeigten diese in der Gruppe herum. Später ordneten wir die Tiere nach Fundort, z.B. Parkplatz, „Biotop“ etc. zu.

Claudia und Dorothee eröffneten sogar eine Marienkäferzucht. Diese protokollierten die beiden auch sorgfältig. Ich protokollierte auch die Verfärbung eines frisch geschlüpften Ohrenkneifers. Unter unseren Funden waren auch einige seltene dabei. Das Fangen klappte gut, auch wenn, durch ein falsch benutztes Saugteil, ein Insekt einem Schüler in den Mund gesaugt wurde, und mir Marienkäferlarven an meinem T-Shirt kleben blieben. Beim letzten Treffen dann, dem offiziellen „Tag der Artenvielfalt“  bekamen wir Urkunden für unsere Teilnahme. Das war vorerst das Ende der AG, aber wir hoffen alle, dass es nächstes Jahr weitergeht, denn die Brombeeren wachsen wieder und der Big Boss hat einen Nachfolger. Die Geschichte der BIO-AG ist also noch lange nicht zu Ende.

Marti 6B, BIO-AG

 Exkursionen/Fahrten:

Seit nahezu zehn Jahren nehmen Klassen und Kurse des FWG sowie die BIO-AG teil beim GEO-Tag der Artenvielfalt. Seit 2010 besteht hierzu eine Kooperation mit dem Rheinlabor der Universität zu Köln.

„Ökologie der mediterranen Region“ in Kroatien, Biologische Station Helgoland, Museum König Bonn, Zoo Köln, Flora Köln, Max-Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Köln-PUB, Aqua-Zoo Düsseldorf…

Kooperationspartner:

Lehrstuhl Prof.Dr.H.Arndt Zoologisches Institut der Universität zu Köln / Ökologisches Rheinlabor der Universität zu Köln, "Kooperation:Schulpraktische Studien" Fachdidaktik Biologie-Fachgruppe Biologie an der Universität zu Köln

 Tag der Artenvielfalt am 11.6.2016