„Durch das Staunen

haben die Menschen sowohl jetzt

wie zu Anfang philosophiert.“

Aristoteles (384-322 v. Chr., Metaphysik I)

 

 

Unterrichtsangebote

1. Sekundarstufe I/PPL:
Das Unterrichtsfach Praktische Philosophie wird am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in der Sekundarstufe I ab der Jahrgangsstufe 5 bis zur Jahrgangsstufe 9 zweistündig angeboten. Das Fach ist ab Stufe 5 Pflichtfach für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen.

Aufgaben und Ziele:

Zentrales Anliegen des Faches ist es, die Schüler/innen zu befähigen, die Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen und sich systematisch mit Sinn- und Wertefragen auseinanderzusetzen, so dass die Schüler/innen in einer demokratischen Gesellschaft selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und tolerant leben können. Dazu gehört, dass die Schüler/innen Kompetenzen entwickeln, die sie zu Empathiefähigkeit, zu einem Wert- und Selbstbewusstsein sowie zu einem verantwortungsvollen Handeln befähigen.

Themen- und Kompetenzbereiche des Faches Praktische Philosophie:

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den am 06. Mai 2008 erschienenen Kernlehrplan „Praktische Philosophie".
Leitend für die Entwicklung der fachspezifischen Kompetenzen sind drei didaktische Perspektiven: erstens die personale, zweitens die gesellschaftliche und drittens die Ideen-Perspektive. (Die personale Kompetenz umfasst zum Beispiel, Selbstvertrauen auszubilden, Gefühle zu reflektieren, Urteilsfähigkeit mittels der Vernunft zu entwickeln und letztlich Orientierungen für eine sinnerfüllte und verantwortungsvolle Lebensführung zu finden. Die gesellschaftliche Kompetenz soll etwa fördern, Empathiefähigkeit zu entwickeln, den Anderen in seiner Andersartigkeit anzuerkennen und zu achten, in Konflikten angemessen, sachbezogen und respektvoll zu argumentieren und soziale Verantwortung zu übernehmen. Hingegen gehört zum Beispiel zur Sachkompetenz, den Einfluss der Medien auf das Handeln und Einstellungen zu reflektieren, die Bedeutung von Religionen und Kulturen für das multikulturelle Zusammenleben zu beurteilen oder Grundfragen der Ethik und Erkenntnistheorie kennen zu lernen.)

Aus den drei genannten Perspektiven ergeben sich sieben Fragekreise:

  1.       Die Frage nach dem Selbst

  2.       Die Frage nach dem Anderen

  3.       Die Frage nach dem guten Handeln

  4.       Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft

  5.       Die Frage nach Natur, Kultur und Technik

  6.       Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien

  7.       Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn


Neben der angestrebten personalen, gesellschaftlichen und Sachkompetenz erwerben die SuS durch den Unterricht eine fachbezogene und fächerübergreifende Methodenkompetenz, indem sie zum Beispiel Beobachtungen beschreiben, Texte und andere Medien erschließen, Begriffe klären, argumentieren und Kritik üben, Wertkonflikte/Dilemmata bearbeiten und eigene philosophische Texte verfassen.

Fachgruppenmitglieder Praktische Philosophie:
Botana, Dienst, Forster, Hallerbach, Hansel, Kurz, Peters, Poensgen, Weber

Eingeführte Lehrwerke:
Praktische Philosophie/Cornelsen (Sek. 1)

Sekundarstufe II/ Philosophie:
In der Oberstufe wird das Fach Philosophie als dreistündiger Grundkurs angeboten, wobei die Schüler/innen das Fach schriftlich oder mündlich wählen können.
Ziel des Oberstufenunterrichts Philosophie ist die Befähigung zur philosophischen Problemreflexion, wobei im Vergleich zum Fach Praktische Philosophie der Fokus stärker auf der Analyse von philosophischen Texten liegt. Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, selbstständig zu philosophieren, d.h. grundsätzliche Fragestellungen und Probleme methodisch geleitet und unter Einbezug der philosophischen Tradition zu reflektieren.
In der Sekundarstufe II sollen vor allem die Begriffs-, Text- und Urteilskompetenz vertieft werden, wobei zum Beispiel ethische, staatsphilosophische und erkenntnistheoretische Positionen bedeutender Philosophen erarbeitet, kritisch reflektiert und diskutiert werden.
Im Besonderen dient die Einführungsphase der Ausbildung der zum Philosophieren nötigen methodischen Kompetenzen, deren gezielte Einübung in dieser Phase die Voraussetzung für das erfolgreiche Philosophieren im Rahmen der Qualifikationsphase darstellt.

Genauer Angaben zu den inhaltlichen Vorgaben für das Zentralabitur Philosophie entnehmen Sie bitte dem folgenden Link:
https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/fach.php?fach=21

Fachgruppenmitglieder Philosophie:
Dienst, Hansel, Kurz, Poensgen, Thurz

Mögliche Exkursionen:
Therapiezentrum für Folteropfer/Flüchtlingsberatung (bestehende Kooperation mit dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium), PhilCologne, NS-Dokumentationszentrum Köln (EL-DE-Haus), Philosophisches Seminar der Universität zu Köln.