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Geschichte

Am 28. September 2010 wurde das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium 185 Jahre alt. Fünf Jahre nach seiner Gründung erhielt es am 19.10.1830 seinen Namen. Gründer und erster Schulleiter war Dr. Karl Friedrich August Grashof, ein aufgeklärter Bildungspolitiker, der zum Neugestalter des Kölner Schulwesens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde.

Mit dem FWG legte er den Grundstein zu einer interkonfessionellen »Gelehrtenschule«. Und so war das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium von Anfang an als „Private Gelehrtenschule“ darauf verpflichtet, seinen Schülern Studierfähigkeit zu vermitteln – im Unterschied zu den Jahre später von Grashof in Köln gegründeten Realgymnasien, die auf die so genannten 'höheren' Berufe vorbereiten sollten.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, von 1865 bis 1901 leitete Prof. Dr. Oskar Jäger das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Er war ein glühender Verfechter neuhumanistischer Bildungsideen und zutiefst geprägt von der Bildungs-philosophie Wilhelm von Humboldts. Zum 50-jährigen Bestehen wurde der Grundstein für ein neues Schulgebäude gelegt, das bis zu seiner Zerstörung 1943 der Schule zur Verfügung stand. 1957 wurde an diesem Platz ein neues Schulgebäude bezogen, das typisch für die fünfziger Jahre ist und deshalb unter Denkmalschutz steht.

Auch und gerade in dieser Ortsverbundenheit zeigt sich neben der humanistischen und aufgeklärten Tradition ein Schul-verständnis, das auf die Stadt Köln ausgerichtet ist: Schule im Viertel, im Vringsveedel, eine Schule im „Herzen von Köln“.

Das FWG war ein staatliches altsprachliches Gymnasium für Jungen, mit neusprachlichem, ab 1961 mit romanischem Zweig. Erste Fremdsprache war Latein. Als im Land Nordrhein-Westfalen das pädagogische Prinzip der Koedukation zugelassen wurde,  nahm das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ab 1972 auch Mädchen auf, ohne jedoch seine altsprachliche Prägung aufzugeben. Im Jahr 1975 wird am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium als einer der ersten Schulen in Köln die reformierte Oberstufe eingeführt, eine gekonnte und interessante Verknüpfung von Tradition und Modernität. Seit 1998 lernen die Schülerinnen und Schüler ab dem 5. Schuljahr gleichzeitig Lateinisch und Englisch und seit 2007 können sie gleichzeitig mit dem deutschen Abitur auch das international Baccalaureate erwerben.

Diese Verknüpfung, die sich in der Geschichte des FWG häufiger finden lässt, wird dann im Schulprogramm 2000, das zur 175-Jahr-Feier von Eltern, Schülerinnen und Schülern und dem Lehrerkollegium erarbeitet und beschlossen wurde, zum Strukturprinzip der pädagogischen Schulentwicklung am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium.