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Haus des Lernens

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium greift in seinem Selbstverständnis auf ein Bild zurück, das im Oktober 1995 die Bildungskommission NRW in der Denkschrift „Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft“ vorgelegt hat. Im Blick auf die künftigen Aufgaben hat sich die Bildungskommission für das Konzept der Schule als Lern- und Lebensraum entschieden und entfaltet ihre Vorstellungen von der Schule der Zukunft unter dem Bild „Haus des Lernens“. Dieses Bild „Haus des Lernens“ lehnt sich an das hebräische Wort für Schule, Bejth Sefer („Haus des Buches“), an. Das Wort „Schule“ in der griechisch-abendländischen Tradition (scolh = Muße, Besinnung) hebt den Gegensatz zur Geschäftigkeit des Erwachsenenlebens hervor.

Es ist wichtig und hilfreich, diesen Hintergrund mitzudenken, um zu verstehen, dass dieses Bild nicht nur etwas Selbstverständliches beschreibt, sondern durchaus auch den Anspruch aufstellt, Schule neu zu denken und zu gestalten, damit sie auch wirklich ein Haus des Lernens wird. „Die einzelne Schule“, so schreibt die Bildungskommission, „hat ihren Standort und Stellenwert in ihrer Nachbarschaft, in ihrem Ort, in ihrer Region. Sie soll anderen Schulen ähnlich und doch unverwechselbar sein durch die Besonderheit der pädagogischen Arbeit, durch die Anordnung und Gestaltung ihrer Räume, durch die Art und Weise, wie diese mit Leben erfüllt werden.“

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium versteht sich als ein solches „Haus des Lernens“, als eine Schule, die ihren Standort und ihren Stellenwert im „Herzen von Köln“ hat. So können am FWG ohne größeren organisatorischen Aufwand vielfältige unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten mit den Kölner Museen, Theatern und bis zum März 2009 auch dem Stadtarchiv durchgeführt werden. Und das FWG nutzt sehr aktiv die Möglichkeiten, die die Institutionen und Organisationen einer Großstadt wie Köln einer Schule für die Ergänzung ihrer Unterrichtstätigkeit bieten. „Öffnung von Schule“ und „Öffnung von Unterricht“ werden am FWG schon seit Jahren praktiziert.

In einem solchen „Haus des Lernens“ sind alle Lernende. In diesem Haus soll das gegenseitige Vertrauen wachsen, dass alle lernen wollen und können. Und daher sind am FWG Erziehung und Unterricht in einem personalisierenden Unterricht so miteinander vermittelt, dassSelbstständigkeit und Verantwortlichkeit gefördert werden und somit Mündigkeit entstehen kann. Neben der hohen fachlichen Qualität des Unterrichts wird am FWG auf allen Stufen der Erziehungsauftrag sehr ernst genommen. Es geht am FWG darum, in diesen Lern- und Erziehungsprozessen eine personale Identität zu erlangen.

Das FWG ist so ein Stück Leben, das es täglich neu im Blick auf diese Mündigkeit zu gestalten gilt. Und dazu arbeiten Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zusammen, wie sich an den vielfältigen Aktivitäten der Eltern und der Schulpflegschaft im Verlaufe eines Schuljahres, am hohen Engagement des Fördervereins als Solidargemeinschaft, an der selbst- und verantwortungsbewussten Arbeit der Schülervertretung im Schulalltag und am hohen Einsatz des Kollegiums im täglichen Unterricht wie bei der Schulentwicklung ersehen lässt.