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Der Bio-Leistungskurs hat das Max-Planck-Institut für Neurobiologie des Verhaltens in Bonn besucht. Nach einer Einführung in die Forschungsfelder des Instituts und die untersuchten Modellorganismen, von der kleinen Fruchtfliege bis zum stattlichen Adler, erhielten die Schüler/-innen spannende Einblicke in die aktuelle Neurowissenschaft.

Besonders faszinierend war die Forschung an den Nervenzellen der Fruchtfliege während des Fliegens: Mit einem VR-Screen wird der fixierten Fliege eine Landschaft simuliert, durch die sie sich scheinbar bewegt. Dabei können die Forscher in Echtzeit beobachten, welche Nervenzellen dabei aktiv sind.

Nach einer Sicherheitsbelehrung ging es für den Rest des Tages ins Labor, wo die Teilnehmenden den 1mm kleinen Fadenwurm C. elegans unter dem Mikroskop untersuchten. Zuerst wurde die Mechanosensation getestet: die Reaktion des Wurms auf Berührung durch eine Wimper am Stäbchen. Anschließend untersuchten die Schüler/-innen die Chemotaxis auf Diacetyl, einem Butteraroma, das als Indikator für eine potentielle Nahrungsquelle dient. Während die Wildtyp-Würmer die Aufgaben gut lösten, waren zwei genetisch veränderte Varianten dazu nicht in der Lage. So konnte die Funktion bestimmter Gene in diesem Prozess nachgewiesen werden. Interessanterweise ist eine ähnliche Mutation beim Menschen für die neurodegenerative Erkrankung ALS verantwortlich. So leistet die Grundlagenforschung an diesem unscheinbaren Wurm wertvolle Beiträge für Fortschritte in der Medizin.

(25. Nov. 2025, Stu)