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Wer am 28. Januar 2026 durch das H-Gebäude des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums ging, merkte schnell, dass dieser Vormittag anders verlief als ein gewöhnlicher Schultag. Aus vielen Räumen waren Stimmen zu hören, Türen standen offen und auf den Fluren wurde zwischen zwei Gesprächsrunden weitergeredet.

Statt regulären Unterrichts saßen dort kleine Gruppen von Q1-Schüler/-innen, denen Expert/-innen ihren ganz individuellen Weg durch Ausbildung, Studium und Beruf erläuterten.

Beim Expertentag konnten die Gespräche im Vorfeld gewählt werden, so dass sich jede und jeder den Tag nach den eigenen Interessen zusammengestellt hatte. Dadurch wechselten die Themen im Schulstundentakt: Eben ging es noch um den langen Ausbildungsweg in der Medizin, kurz darauf um die Frage, warum ein Lebenslauf in der Unternehmensberatung selten geradlinig verläuft. In einem anderen Raum wurde über Psychologie und realistische Erwartungen an ein Studium gesprochen, nebenan über Jura, Architektur, Naturwissenschaften oder sogar die Videospiel- und E-Sport-Branche.

Auffällig war, wie offen die Gespräche geführt wurden. Anstelle monotoner Präsentationen standen persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt: Zweifel vor der Studienwahl, Richtungswechsel, falsche Erwartungen und unerwartete Wendungen. Genau die Fragen, die viele gerade selbst beschäftigen, kamen hier zur Sprache.

Zwischen den Gesprächsrunden blieb Zeit, Eindrücke kurz zu sortieren und sich mit anderen über das Gehörte auszutauschen. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie viele Möglichkeiten uns tatsächlich offenstehen.

So entstand ein Vormittag, der sich weniger wie eine Schulveranstaltung und mehr wie viele persönliche Begegnungen anfühlte. Konkrete Antworten standen dabei gar nicht im Vordergrund; stattdessen blieb bei vielen ein ganz deutlicher Eindruck davon, was nach der Schulzeit alles möglich ist und dass Unsicherheiten ganz normal dazu gehören.

Unser ganz herzlicher Dank gilt allen Expert/-innen sowie Frau Sennhenn und Frau Isselhard, die diesen Tag organisiert und möglich gemacht haben.

(17. Febr. 2026, Özge Erdek [Q1])